Helft uns bitte neue Staustufen in der Elbe stoppen!

Schreibt den Tschechischen Minister für Umwelt an!

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Tschechien plant zwei neue Staustufen in der Elbe

zwischen Ústí nad Labem und der deutschtschechischen Grenze.

1.Staustufe "Prostøední Žleb"  
bei km 99 -inmitten des Landschaftsschutzgebietes "Elbesandsteine" im Canon der Sächsisch-Böhmischen Schweiz.

2. Staustufe "Malé Bøezno" 
bei km 82 - inmitten des Landschaftsschutzgebietes "Böhmisches Mittelgebirge".

Damit soll die Elbe auch bei Niedrigvvasser von Güterschiffen mit voller Ladung befahren werden können.

Die Flussschifffahrt ist nur dann ein unnveltverträglichcs Verkehrsmittel, wenn die Schiffe dem Fluss angepasst werden und nicht unigekehrt.

Ökologische Aspekte

Der von den Planungen betroffene Abschnitt der Elbe bildet die letzten naturnahen 40 km eines großen Flusses in ganz Tschechien.

Der Durchbruch der Elbe durch die Sächsisch -Böhmische Schweiz ist einzig-artig in Europa. Hier konnte sich eine besondere Flora und Fauna entwickeln und erhalten, die in ihrem Fortbestand auf einen intakten Flusslauf angewiesen ist.

Die Aufstauung bewirkt eine völlige Veränderung des Lebensraumes "Fluss".

Sehr seltene und stark angepasste Biotope wie Altanne, Feuchtwiesen, Auwaldreste, Sand- und Kiesbänke etc. würden vernichtet.

Nur wenige flussgebundene Tierarten können in einem Stausee überleben - Viele erst in den letzten Jahren wieder zurückgekehrte Arten (Biber, verschiedene Fischarten) würden wieder eingehen.

Die wertvollsten Lebensräume entlang der Ufer gingen völlig verloren - und damit Dutzende seltene bis vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Die weltweit (!) nur noch hier vorkommende Pflanze Hirschsprung würde endgültig aussterben.

Die begonnene Wiederansiedlung des Lachses in Böhmen wäre zum Scheitern verurteilt.

Ein gestauter Fluss verliert den Großteil seiner Selbstreinigungskraft.

Werden die letzten Kilometer der freifließenden Elbe in Tschechien gestaut, verschlechtert sich entsprechend auch die Wasserqualität der sächsischen Elbe.

Die giftigen Schlämme, die sich am Grund der Stauseen ansammeln, würden schwallweise und konzentriert nach Sachsen gelangen.

Ökonomische Aspekte

Der Flussiauf durch das Böhmische Mittelgebirge und den Elbe-Canon bildet eine Stromlandschaft mit besonderen natürlichen und landschaftlichen Reichtümern und Reizen. Hier bietet sich ein noch lange nicht ausgeschöpftes touristisches Potential für die gesamte Region.

Eine Großschifffahrt wird auf der Elbe nicht mit den anderen Verkehrsmitteln konkurrieren können - auch nicht in Tschechien! Die per Schiff transportierten Güter wie Kohle, Sand, Kies, Bauschutt, Schrott, Chemikalien etc. haben ein seit der Wende sinkendes Aufkommen.

Die Schiffstransporte auf der Elbe werden mit dem Ausbau der Bahnlinien entlang des Flusses und dem Bau der Autobahn nach Tschechien weiter abnehmen.

Die Staustufenprojekte würden nach offiziellen Schätzungen 6,3 Mrd. tschechische Kronen kosten - erfahrungsgemäß können es viele Millionen mehr werden.

Nach dem Willen Tschechiens soll die Europäische Union 75% (>260 Mio. DM) der Kosten tragen.

Es gibt keine Bedarfsstudie, die dem Projekt zu Grunde liegt. Es gibt keine Untersuchung von alternativen Lösungsmöglichkeiten.

Nach einer vom Bundesvcrkehrsministerium in Auftrag gegebenen Studie hätte eine in die Elbe -Schifffahrt investierte DM im Idealfall einen maximalen Nutzen von nur 10%.

Dagegen würden die Staustufen die in Sachsen und Böhmen wieder aufstrebende Flussfischerei gefährden und das touristische Potential der gesamten Region schädigen.

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